Mariate

Einblicke und Ausblicke. Notizen und Gedanken zum Tag

Ferienzeit

Kindergruppe 2004

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Eine aufregende Zeit.

Wenn ich heute auf 2004 zurück blicke, denke ich oft: „Was hast du dir damals bloß zugetraut“?

Alles hat seinen Anfang und so auch  unser Projekt „Ferienkinder“. Spontan entschloss ich mich Kinder aufzunehmen obwohl ich die Sprache der Kinder nicht konnte und sie unsere nicht. Mein Russisch war damals grottenschlecht und reichte nur um Dinge und Sachen zu benennen. Ukrainisch konnte ich schon überhaupt nicht aber die Kinder konnten wenigstens russisch. Allerdings konnte ich die kyrillische Schrift lesen und schreiben, der Computer und Wörterbücher konnten bei kniffeligen Dingen auch immer weiter helfen. Einen Notdolmetscher für alle Fälle hatte ich auch. Unsere liebe Rosa, eine kasachische Auswanderin, die im Ort wohnte.

Und so kam es, dass am 4.6.2004 die vier Mädchen mit den Kinderbus, der dann mit der großen Kindergruppe weiter nach Winsen/Luhe fuhr, hier hielt und wir die Mädchen in Empfang nahmen.  Julia, (13) Ira (12), Lisa (11) und Alina gerade 10 geworden. Neugierig schauten uns die Mädchen an und stellten sich vor. Eine Frage von Julia: Du sprichst russisch? Nein, – du sprichst englisch? Nein! Sie stampfte etwas mit ihrem Fuß auf. Sollte wohl heißen: Na so ein Mist!

Sie begutachteten ihre beiden Zimmer und ich zeigte ihnen das Bad und später gab’s was zu Essen und trinken.Ich zeigte ihnen danach das Haus und den Garten, wo das Spielzeug liegt und einige andere Sachen.

Nach der anstrengenden Fahrt, immerhin hatten die Kinder 36 Stunden im Bus gesessen, wurden sie am Abend recht schnell müde. Die Aufregung und die Anspannung, wie ihre Gastelten so sind hatte sich auch etwas gelegt und abends um 10 Uhr war absolute Ruhe in den Kinderzimmern. Oh, was sollte ich mich nach dieser frühen Schlafenszeit später noch sehnen.

Vieles ist mir in Erinnerung geblieben als wäre es heute. Einiges werde ich hier in lockeren Folgen aufschreiben. Was ich nach diesen 5 Wochen gelernt habe? Ganz ganz viel und zu meinem Erstaunen war das Sprachproblem in dieser Zeit nie und nimmer ein Problem und wenn mal was schief ging mit der Verständigung, gab es eine Menge zu Lachen.

unterschrift marie

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