Mariate

Einblicke und Ausblicke. Notizen und Gedanken zum Tag

Eine böse Diagnose.

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Nachlese aus 2016

Der Sommer gehörte den Enkeln die, wie jedes Jahr, auf der „Omiinsel“ einen Teil ihrer Ferien verbrachten. Ich hatte für Ende August einen Termin beim Augenarzt verabredet und als ich dort war, kam der Schock. Ich dachte an beginnenden grauen Star und die Diagnose die ich nach einiger Aufregung bekam war- "Aderhautmelanom". Also einen bösartigen Tumor im linken Auge. Mein Gefühl kann ich nicht mehr beschreiben. Von Schreck, unfassbar und nicht begreifen war alles dabei.

Wirklich realisiert was da geschah habe ich das erst einige Tage später, als ich in der Uniklinik in Berlin war und dort auch sofort stationär bleiben musste. Es folgte die erste OP, als Vorbereitung auf die Protonenbestrahlung dieses Auges im Helmholtz-Zentrum Berlin.

Drei Wochen später waren dann die Bestrahlungen. Vier, in Folge von 4 Tagen und das Procedere davor war immer sehr unangenehm bis schmerzhaft. Das „Helmholz“ ist übrigens das einzige Zentrum in Deutschland, das diese Art der Bestrahlung am Auge vornimmt.

Dann hatte ich ein paar Tage Ruhe. Die brauchte ich auch um wieder zu mir zu kommen.

Es folgten noch zwei weitere Operationen. Die Adventszeit war ich zu Hause und ziemlich mit den Kräften runter. Ich konnte mich aber gut erholen und habe bis zur vorerst letzten OP im Frühjahr, etwas Zeit. Momentan sieht alles sehr gut aus und ich hoffe, dass dieser „Mistkerl“ nicht schon sein Unwesen im meinem Körper, in Form von Metastasen, getrieben hat. Diese Sorge wird mich von nun an begleiten. Der Sehkraftverlust auf dem Auge ist enorm, aber auch dran habe ich mich fast gewöhnt. 

Weihnachten war dann sehr schön. Die Familie war da und alles verlief ruhig und stressfrei für mich. Nun ist es vergangen dieses 2016, das mir persönlich soviel Aufregung und Ängste aber auch die Zuversicht gebracht hat, dass alles im Leben seinen Plan hat. Ich habe Zuspruch und Freundschaft erfahren, von Menschen von denen ich nicht glaubte, dass ich ihnen wichtig sein könnte. So ist das Leben, würde meine Freundin Lena sagen.

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