Mariate

Einblicke und Ausblicke. Notizen und Gedanken zum Tag

Die erste Januarwoche.

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Das neue Jahr

Nachdem wir zur Jahresschlussandacht, hier in unserer Kirche, waren und das Jahr ganz ruhig und besinnlich noch einmal in Gedanken Revue passieren ließen, fühlte ich mich gestärkt und froh. Ein gutes Essen zu zweit läutete Silvester ein. Um Mitternacht knallte und böllerte es draußen wie nie in unserer kleinen Straße. Als wollten alle Leute den persönlichen und gesellschaftlich- politischen Frust des letzten Jahres einfach wegknallen. Wenn es hilft, könnte ich mit dieser Ballerei meinen Frieden machen.

Frieden, den braucht die Welt am meisten. Für Deutschland wünsche ich mir mehr Standhaftigkeit und Mut, die Dinge anzugehen die wichtig sind. Diktatoren und Aggressoren müssen als solche benannt, und nicht ängstlich umschrieben werden.   Ich persönlich werde Facebook und co, soweit es geht meiden. Nicht jede Nachricht muss mich sofort erreichen und mich erschrecken.

Wir müssen wieder Staunen lernen. Staunen wie kleine Kinder, wenn sie etwas Neues und Schönes sehen. Wir müssen wieder lachen lernen. Wer herzhaft lachen und sich freuen kann, kann kein schlechter Mensch sein.

Das Unglück und die Not anderer Menschen dürfen wir nicht achtlos beiseite schieben aber es darf uns auch nicht beherrschen und uns jeden Mut rauben.

Ich werde dieses Jahr zu meinem Jahr machen, ganz für mich und egal was es bringt. Wer rückwärts geht wird unweigerlich fallen.

 

Auch das noch! Der Hausherr hat "Rücken" und das nicht zu knapp. Der arme Mann tut mir leid. Das neue Jahr fängt also prima an. Sturm und Gebraus ist an den Küsten auch angesagt und die Medien überschlagen sich wieder in Ihren Katastrophenankündigungen. Herbst- und Winterstürme gab es schon immer würde meine mütterliche Freundin sagen. Ich hoffe niemand kommt zu Schaden und wir können noch heute Nacht aufatmen.

Der Sturm hat gewütet und besonders hat es wohl Usedom getroffen. Die Natur zwingt uns immer wieder zu Neuanfängen, es bleibt ein ewiger Kreislauf. In meinem Städtchen scheint die die Sonne und die Nacht hat uns eine leichte und glitzernde Schneedecke beschert. Der erste Schnee in diesem Jahr. Schön sieht es aus, obwohl ich Schnee und Kälte eigentlich nicht mag. Morgen werde ich meinen Helden mal zu einem Spaziergang animieren. Die Rückenprobleme scheinen sich etwas zu beruhigen und da ist  Bewegung nicht das schlechteste Mittel um gesund zu werden.

Mein Kalender sagt mir, die erste Woche im neuen Jahr ist vorüber. Schon! Noch ist er ziemlich terminfrei aber das ändert sich gleich in der nächsten Woche. Da stehen zwei Besprechungen an und ein Geburtstagsbesuch beim Kind. Ein Kalender hat zu Anfang eines Jahres etwas Unschuldiges- und wenn das Jahr vergangen ist, erzählt er Geschichten. Ich hebe meine Jahreskalender immer auf und blättere auch mal darin. Natürlich führe ich auch einen Onlinekalender aber der wird niemals den Stellenwert eines Kalenders haben den ich in den Händen halten kann.

    

Mich erreichte vorgestern eine Mail aus Mexiko. Ein junger Priester, der hier am Ort einmal seinen Dienst versah, ist im Herbst für 4 Jahre nach Mexiko, in die dortige deutschsprachige Gemeinde gegangen. Das war ein erster längerer Bericht seines Schaffens dort und teilweise auch zum Schmunzeln. Ich habe ihn mit Vergnügen gelesen.

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