Mariate

Einblicke und Ausblicke. Notizen und Gedanken zum Tag

wasserturm

18. Februar 2018
von marie
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Der Wasserturm

Ein Sonntag

Da der innere Schweinehund manchmal größer als ich ist, bin ich froh ihn heute besiegt zu haben. Heißt, ich war zu Fuß  unterwegs. Ich erkunde noch immer mein neues Umfeld und da ich von meinem Fenster auf den Wasserturm in der Havelberger Straße schaue bin ich heute mal dort hoch gelaufen. Nicht einfach gerade zu sondern mit einem kleinen Umweg durch die Schrebergartenanlage. Bis vor einigen Jahren hat dieser Turm noch die Versorgung der Stadt übernommen. Nun hat er ausgedient und wie ich las, soll dort ein kleines Wohngebiet entstehen. Die Pläne standen schon 2013 in der hiesigen Zeitung. Außer dass rund herum viel Baum und Buschwerk entfernt wurde, weist nichts auf eine schnelle Erschließung oder Bautätigkeit hin. Wobei ich gelesen habe, dass es mit den Arbeiten in diesem Jahr noch losgehen soll.

wasserturm

wasserturm

Am Mittwoch war ich zur Kontrolluntersuchung in der Uniklinik Benjamin Franklin  in Berlin. Ich hatte ein mulmiges Gefühl. Ziepte und piekte es doch in letzter Zeit vermehrt in meinem kranken Auge. Eine gründliche Untersuchung auch mit Fotodiagnostik und Augenultraschall räumte meine Ängste fort. Frau. Professor Joussen gab Entwarnung und zum ersten Mal habe ich einen Termin bekommen der im nächsten Jahr liegt. Hurra, ein ganzes Jahr liegt dazwischen. Zum Augenarzt am Ort brauche ich auch nur noch alle 4 Monate. Leider komme ich am jonglieren mit den verschiedenen Augentropfen zu den verschiedensten Zeiten nicht vorbei. Ich denke das ist das kleinere Übel wenn es mir sonst ganz gut geht. Den Sehverlust von 60% auf dem kranken Auge habe ich, auch wenn es schmerzt, akzeptiert. Ich kann noch vieles machen, auch Autofahren. Ich verzichte aber freiwillig auf Autobahnfahrten. Das ist mir zu schnell und ich fühle mich unsicher beim Überholen. Alles andere Tun geht noch, nur bei bestimmten ungünstigen Lichtverhältnissen muss ich passen.

Das sind die kleineren Übel. Hauptsache ich kann lesen, schreiben am Computer arbeiten und fotografieren. Also die komplizierten Sachen die die Augen leisten müssen.

Federauge

Noch 10 Tage und der Februar ist vorbei. Es beginnt der Frühlingsmonat März und die Gartenzeit. Ich freue mich schon auf alle Gartenfreunde die ich seit dem Spätherbst nicht mehr gesehen habe.

unterschrift marie

5. Februar 2018
von marie
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Winterspaziergang

Februar

In Gedanken hatte ich den Februar schon fast dem Frühjahr zugerechnet und gestern nun das…. Schnee! Nicht sehr viel, aber es sieht winterlich aus. Das Wetter animierte mich zu einem Spaziergang. Also rein in Schuhe und warme Jacke, den Fotoapparat gegriffen und los ging es in Richtung Trappenberg. Die Luft war klar aber nicht frostig.

Seit unserem Umzug vom Haus in die Wohnung, ist meine Spaziergangsstrecke nun eine andere und der Trappenberg mit dem Bismarckturm nur 15-20 Minuten entfernt. Es war ganz ruhig da oben und ich war allein. Die Strecke zurück habe ich mir einen Feldweg ausgesucht und bin stadtauswärts auf die Hauptstraße gestoßen. 200 m weiter war ich schon wieder an unserer Wohnung. Da ich noch etwas laufen wollte bin ich in das kleine Birkenwäldchen vor unserem Haus abgebogen. Dort sieht es aber auch noch trostlos und grau aus. Das kleine Wasser unter der Brücke ist mit einer dünnen Eisschicht bedeckt und die Bänke laden noch nicht zum Sitzen ein. 

unterschrift marie

 

15. Juni 2017
von marie
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Das Münster in Bad Doberan

Ein Tagesausflug

Bei schönstem Sonnenwetter machte ich mich auf, zu einem Tagesausflug nach Bad Doberan. Das dortige Münster ist eine sehenswerte Zisterzienserklosterkirche aus dem 13. Jahrhundert. Das Doberaner Münster gehört zu den bedeutendsten Bauwerken der norddeutschen Backsteingotik.

 

Jahrbuch

26. April 2017
von marie
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April

Aprilwetter

Dieses Wetter  ist das verrückteste Aprilwetter an das ich mich erinnern kann. Fast Sommerwärme Anfang April und dann wochenlang „alle Wetter“. Sonne, Regen und zum Aprilausklang Nachtfröste und Schnee. Dass ich morgen wieder in die Klinik muss um noch eine Operation am Auge über mich ergehen zulassen hebt meine Stimmung auch nicht besonders. Ich hoffe, ich bin in spätestens sechs Tagen wieder zu Hause. Im Büro habe ich gut vorgearbeitet, so dass ich entbehrlich bin. Mein kleines Netbook wird mich in die Klinik begleiten, um etwas Unterhaltung zu haben.

Mein Jahrbuch ist nun endlich fertig und geliefert worden. Ich habe zwei Jahre zusammengefasst. 2015 war die Buga und es gibt viele schöne Blumenfotos in diesem Buch. Da war auch meine ukrainische Freundin Lena für 5 Wochen bei mir. Im Juni wird sie wieder mein Gast sein und ich freue mich schon sehr auf ihr Kommen. Wir haben uns über die vielen Jahre die wir uns kennen angefreundet und sie ist wie eine Schwester und Vertraute. Mit keinem Menschen kann ich so herzhaft lachen wie mit Lena. Manchmal fehlen uns die Worte weil wir die jeweilige Muttersprache des anderen nicht richtig beherrschen, aber wir reden dann halt unser eigenes „Operettendeutsch“ und das klappt bestens. Da Lena Lehrerin an einer Gehörlosenschule ist,  ist ihre Mimik auch ein entscheidender Punkt um uns so gut aufeinander einzustellen. Was sprachlich nicht geht, klappt mit der passenden Mimik.

Über Lena und die gehörlosen Mädchen, die wir in vier Sommern als Feriengäste bei uns hatten werde ich noch in anderen Beiträgen berichten.

Jahrbuch

Das Jahrbuch ist sehr schön geworden und diese Bücher werden immer gern in die Hand genommen.

tagebuch

20. April 2017
von marie
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Das Tagebuch

Verschollen.

Jahrelang habe ich Tagebuch geschrieben. Immer, und zu allen Gruppen. Auch ganz persönliche Bücher. Aber das Tagebuch unserer ersten Kindergruppe hat eine gefräßige Festplatte einfach aufgefressen. Kein Suchen half. Dabei ist es fast das wichtigste Buch, weil es die ersten Schritte auf ungewohntem Terrain beschreibt.

In einem Telefonat mit der mittleren Tochter beschrieb ich meinen Frust darüber. Aber Mami, ich habe eine Kopie davon in Papierform hier. Es dauerte  nicht lange und sie sagte, hier ist es.

Juhuuuuuuu, ich war hin und weg vor Freude. Ich kann mich zwar gut an alles erinnern, trotzdem ist diese Gedankenstütze Gold wert. Dieses Buch war so emotional geschrieben, weil alles so neu und ungewohnt war.  Ich wollte es einmal Julia schenken. Über Julia werde ich noch berichten. War sie doch später für ein ganzes Jahr meine liebe Gasttochter. Nun kann ich das Tagebuchgeschenk doch noch irgendwann übergeben. Ach wie gut kann sich doch alles fügen.

Ferienzeit

19. April 2017
von marie
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Kindergruppe 2004

Eine aufregende Zeit.

Wenn ich heute auf 2004 zurück blicke, denke ich oft: „Was hast du dir damals bloß zugetraut“?

Alles hat seinen Anfang und so auch  unser Projekt „Ferienkinder“. Spontan entschloss ich mich Kinder aufzunehmen obwohl ich die Sprache der Kinder nicht konnte und sie unsere nicht. Mein Russisch war damals grottenschlecht und reichte nur um Dinge und Sachen zu benennen. Ukrainisch konnte ich schon überhaupt nicht aber die Kinder konnten wenigstens russisch. Allerdings konnte ich die kyrillische Schrift lesen und schreiben, der Computer und Wörterbücher konnten bei kniffeligen Dingen auch immer weiter helfen. Einen Notdolmetscher für alle Fälle hatte ich auch. Unsere liebe Rosa, eine kasachische Auswanderin, die im Ort wohnte.

Und so kam es, dass am 4.6.2004 die vier Mädchen mit den Kinderbus, der dann mit der großen Kindergruppe weiter nach Winsen/Luhe fuhr, hier hielt und wir die Mädchen in Empfang nahmen.  Julia, (13) Ira (12), Lisa (11) und Alina gerade 10 geworden. Neugierig schauten uns die Mädchen an und stellten sich vor. Eine Frage von Julia: Du sprichst russisch? Nein, – du sprichst englisch? Nein! Sie stampfte etwas mit ihrem Fuß auf. Sollte wohl heißen: Na so ein Mist!

Sie begutachteten ihre beiden Zimmer und ich zeigte ihnen das Bad und später gab’s was zu Essen und trinken.Ich zeigte ihnen danach das Haus und den Garten, wo das Spielzeug liegt und einige andere Sachen.

Nach der anstrengenden Fahrt, immerhin hatten die Kinder 36 Stunden im Bus gesessen, wurden sie am Abend recht schnell müde. Die Aufregung und die Anspannung, wie ihre Gastelten so sind hatte sich auch etwas gelegt und abends um 10 Uhr war absolute Ruhe in den Kinderzimmern. Oh, was sollte ich mich nach dieser frühen Schlafenszeit später noch sehnen.

Vieles ist mir in Erinnerung geblieben als wäre es heute. Einiges werde ich hier in lockeren Folgen aufschreiben. Was ich nach diesen 5 Wochen gelernt habe? Ganz ganz viel und zu meinem Erstaunen war das Sprachproblem in dieser Zeit nie und nimmer ein Problem und wenn mal was schief ging mit der Verständigung, gab es eine Menge zu Lachen.

unterschrift marie

mond

9. April 2017
von marie
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Schlaflos

Vollmond

Schlaflos

Was für eine verrückt, anstrengende Nacht. Der Schlaf dauerte heute von 0.00 bis 1.00 Uhr und das wars.  Später bin ich dann aufgestanden um müde zu werden aber das wollte auch nicht klappen. Um kurz nach vier bin ich dann endgültig aus dem Bett, hab mir einen Kaffee gekocht und werde den Schlaf irgendwann am Tag nachholen. Am Montag ist Vollmond und obwohl die Wissenschaft mir einreden will, er hat keinen Einfluss auf den Schlaf bin ich das beste Beispiel dafür, dass es doch so ist. Ich weiß nicht einmal  dass der dicke Mond naht aber wenn die Nacht so verrückt wie heute ist, reicht ein Blick auf den Kalender und ein – Aha, deswegen! Wenn dann noch ein paar Sorgen dazu kommen wars das eben mit dem Schlaf.

Jetzt erwacht der Tag und  die Vögel singen ihr Morgenlied. Eine schöne Stimmung breitet sich aus und der Ärger um den verlorenen Nachtschlaf ist verflogen. Es ist Sonntag.

unterschrift marie

17. März 2017
von marie
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Wie alles begann.

Zurückgedacht.

Der Winter war lang und ich habe oft über die vielen Freienkinder aus der Ukraine nachgedacht. Zehn Jahre lang stand unser Haus in den Sommern für 4-5 Kinder offen. Jeweils 5 Wochen lang war hier Trubel und Heiterkeit, auch manchmal etwas Heimweh angesagt. Die Kinder waren immer zwischen 10 und 12 Jahre alt. Es war spannend, anstrengend und aufregend. Zu einigen Kindern habe ich auch heute noch Kontakt. Inzwischen sind das junge erwachsene Menschen und sie sind mir alle über den Kopf gewachsen.

Wie es dazu kam, dass wir uns so eine Mammutaufgabe gestellt haben wird sich mancher fragen?  

Dazu muss ich auf die Startseite meiner alten Webseite schauen. Dort stand:

 

Bila Zerkwa,

eine Stadt in der Tschernobyl- Region.

Willkommen

Seit 1990 ist es möglich geworden, dass jährlich Tausende Kinder aus den Sektoren um Tschernobyl zur Erholung nach Deutschland kommen können. Diese Kinder wachsen in Gebieten auf, die auch heute noch seit der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl im Jahr 1986 radioaktiv belastet sind. Diese Erholungsaufenthalte in Deutschland sind wichtig, um ihre geschwächte Gesundheit zu stabilisieren. Seit 2004 reisen wir immer wieder in die Stadt Bila Zerkwa (Ukraine), um zu schauen, welche Kinder einen Erholungsurlaub am nötigsten haben.

Über uns

Wir, das sind mein Mann und ich. Wir haben uns der Hilfe für Tschernobyl Kinder in Not verschrieben. Wer einmal das Leid und die Armut in der Region gesehen hat, kann nicht mehr wegschauen. Angefangen hat alles mit der Städtepartnerstadt zwischen meiner Heimatstadt und der Stadt Winsen/Luhe. Bei einer Begegnung lernten wir die Familie Rödiger kennen, die 1999 den Verein Hilfe für Tschernobyl-Kinder e. V.- Hilfe für Kinder in Not in Bila Zerkwa (Ukraine) gegründet hat. Inzwischen ist aus dieser Begegnung eine Freundschaft geworden und wir versuchen zu helfen. Jedes Jahr reisen 26 Kinder in das Kindererholungsheim der „Conrad Hinrich Donner Stiftung“ nach Cuxhafen und 22 Kinder zur Erholung nach Winsen/ Luhe. Untergebracht ist diese Kindergruppe in Scharmbeck, bei Winsen/Luhe. Da dort nur für 22 Kinder und 4 Betreuer genügend Platz ist, haben wir beschlossen, 4-5 weitere Kinder mitreisen zu lassen und sie bei uns aufzunehmen, so dass es auch in der zweiten Gruppe 26 Kinder sind, die zur Erholung nach Deutschland reisen können. So kommt es, dass wir seit 2004 viele Kindergruppe in unserem Haus betreut haben.

Ich werde hier also etwas nostalgisch zurückblicken  und von unseren Eindrücken und kleinen Abenteuern berichten die wir über die vielen Jahre gesammelt haben. Es gibt viele Fotos aus diesen Jahren und die Schönsten habe ich in Fotobücher binden lassen. 

fotobuch1

Die Jahre mit den Kindern sind in diesen Büchern festgehalten.

Einzelne Episoden aus diesen Jahren finden sich in der Rubrik Kinder hier im Blog.

 

 

tastatur

10. März 2017
von marie
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Mein alter Computer.

Mein alter Computer.
Da ich eine Frau bin die gern praktisch tätig ist, schrecke ich nicht vor handwerklichen Aufgaben zurück. Mit Computern und Handwerkszeug  kann ich ganz gut umgehen.
Ich besitze mehrere Computer aber mein Herz hängt an einem „uralten“ Compi.  Ich habe ihn 2006 gekauft und es ist ein Pentium D. Viele Teile habe ich schon ausgetauscht, ihn auch schon mal ein halbes Jahr im Schrank verbannt aber ich brachte es nie fertig diesen betagten „Herrn“ komplett zu entsorgen.
Nun schwächelt er aber wirklich und muss in den verdienten Ruhestand. Deswegen habe ich mir einen Aufrüstcomputer gekauft. Ohne Festplatte und Betriebssystem und ohne DVD Laufwerk. All diese Komponenten habe ich hier noch zu liegen und ich werde sie in den Neuen verbauen. Das macht etwas Arbeit aber spart auch Geld. Eine „Organspende“ wird der neue Computer vom alten Schwächling aber noch erhalten. Er bekommt die RAM Speicher noch zusätzlich eingebaut und die TV Karte. So lebt das gute Stück dann doch noch etwas weiter. Da ich viel Videobearbeitung mache, ist der Aufrüster mit einem etwas höherer Pentium ausgestattet. Er sollte sehr leise sein und das war ein Kriterium was er erfüllen musste. Mein guter alter Rechner röchelt nämlich auch schon ziemlich laut.
Natürlich habe ich auch ein Notebook und ein kleines Netbook um auch mobil arbeiten zu können aber um nichts auf der Welt möchte ich auf einem Desktop PC mit einem großen Monitor verzichten. Ich brauche das Kompakte.
 

PCs kann man nicht behandeln wie Menschen, PCs muss man lieben. wink

unterschrift marie


 
 

cappuchino

19. Februar 2017
von marie
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Die richtigen Blogs finden.


Blogs gibt es wie Sand am Meer aber als ich etwas Spezielles, Passendes suchte, habe ich fast das Internet umgegraben und immer war nix für mich dabei. Aus dem Muttiblogalter bin ich schon lange raus. Schminkkurse und Yogakurse will ich auch nicht belegen. Schließlich fand ich einen Blogroll und doch einige Blogs von angehenden und schon vollendeten Seniorinnen. Genau das was ich suchte und dann lief die Sache von allein. Ich fand immer mehr interessante Blogs. Mein Lesezeichenordner füllte sich mit vorerst interessanten Blogseiten. Nach vielem Lesen flogen einige auch wieder aus der Liste raus und somit habe ich nun einen schönen Querbeetbestand von interessantem Lesestoff. Warum schreiben mehr Damen und weniger Herren? Ich schreibe schon länger, habe aber meine Blogs zusammengeknüllt und in den Papierkorb geworfen und beginne von vorn. Mit dem alten Kram wollte ich mich nicht mehr belasten. Hier und da werde ich aber trotzdem Rückschau halten. Ich liebe meinen Gartenblog und jeder darf dort lesen, wie ich dem Unkraut die Ohren lang ziehe. Alles was nicht mit Gärtnern zutun hat kommt hier in die Mariateschublade. Jetzt wünsche ich euch einen schönen Sonntag.

unterschrift marie